01.01.2013

"Wahlen in Japan 2012" (Japan Elections 2012 - growing frustration with the established parties)

In the Japanese elections of 2012 the governing Democratic Party of Japan (DPJ) suffered major losses and has now become one of several medium-sized factions. The main reason for this election outcome is popular discontent with the past three years of DPJ government. The conservative Liberal Democratic Party (LDP) came back to power after three years in opposition and even though the LDP represents widely unwelcome policy positions, such as the re-starting of nuclear power plants, it was successful thanks to an aggressive campaign strategy that sought to discredit the DPJ.

In den Wahlen zum japanischen Unterhaus am 16.12.2012 hat die regierende Demokratische Partei Japans (DPJ) eine vernichtende Niederlage einstecken müssen. Die konservative Liberaldemokratische Partei (LDP) hat nach drei Jahren die Macht zurückerobert und dominiert das Unterhaus, während im Oberhaus weiter keine stabile Mehrheit für die Regierung abzusehen ist.Nachdem die DPJ vor drei Jahren in einem erdrutschartigen Wahlsieg über 300 Sitze im Unterhaus errungen hatte, konnte die Partei nur mehr 57 Sitze verteidigen und gehört damit zu einer Gruppe von mehreren mittelgroßen Parteien – weit abgeschlagen hinter der LDP, die 293 Sitze gewann.Der Hauptgrund für den deutlichen Wahlausgang ist vor allem in der Enttäuschung über die drei Jahre DPJ-Regierung zu sehen. Die LDP vertritt unpopuläre Positionen wie das Wiederanschalten von Atomkraftwerken, war aber erfolgreich mit einer aggressiven Wahlkampfstrategie, die vor allem auf die Diskreditierung der DPJ abzielte.Der neue LDP-Vorsitzende und neue Premierminister Shinzo Abe stand von 2006 bis 2007 schon einmal an der Spitze der Regierung, musste aber nach genau einem Jahr aufgrund sinkender Popularitätswerte zurücktreten.

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